Die Schatzkammern der Uni
Die Museen und Sammlungen
Die kleine Oase inmitten der Stadt ist immer einen Besuch wert. Gerade jetzt im Sommer lädt der Ort, an dem sich schon Goethe und Schiller zu abendlichen Gesprächen trafen, zum Verweilen ein.
Schillers Gartenzinne im Schillergarten.
Foto: Anne Günther (Universität Jena)
Im März 1797 erwarb Friedrich Schiller das Gartenhaus, das damals in einer ländlichen Gegend vor den Toren der Stadt lag. An der Südwestecke des Grundstücks ließ er 1798 dieses Türmchen errichten, dessen oberes Stockwerk ihm als Rückzugsort zum Dichten diente. Während Schiller mit seiner Familie das Gartenhaus bewohnte, entstanden hier u. a. Teile des „Wallensteins“ und der „Maria Stuart“. Der Garten war ein Ort für Geselligkeit: Wenn Goethe in der Stadt war, besuchte er Schiller hier fast täglich.
Der Name „Gartenzinne“ geht auf Goethe zurück, der das kleine Bauwerk im „Epilog zu Schillers Glocke“ so nannte. Goethe war es auch, der 1817 den Plan fasste, das Arbeitszimmer im Türmchen als einen Erinnerungsort für den verstorbenen Dichterfreund einzurichten.
Nach Schillers Tod kaufte der Weimarer Staat 1811 das Anwesen. Herzog Carl August ließ auf dem Gelände eine Sternwarte bauen. Einige Jahrzehnte später war Ernst Abbe Direktor dieser Sternwarte und bewohnte Schillers ehemaliges Gartenhaus.
Schillers Haus und Garten sind ganzjährig geöffnet, von April bis Oktober jeweils Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr und von November bis März jeweils Dienstag bis Samstag 11 bis 17 Uhr.
Es gibt Führungen in deutscher und englischer Sprache.