Die Illustration zeigt, wie das neue Gebäude aussehen soll. Die Fassade besteht aus einer in den Farben der Fakultäten gehaltenen Lamellenstruktur.

Unser offenes Haus

Mit dem neuen FORUM entsteht im Herzen der Stadt ein bislang einzigartiger Ort der Begegnung, der Forschende fächerübergreifend zusammenbringt, kreativen Austausch ermöglicht und den Dialog zwischen Universität und Stadtgesellschaft auf ein neues Level hebt.
Die Illustration zeigt, wie das neue Gebäude aussehen soll. Die Fassade besteht aus einer in den Farben der Fakultäten gehaltenen Lamellenstruktur.
Foto: Universität Jena

Porträt Dana Strauß

Foto: Antje Gildemeister

Text: Sebastian Hollstein


Derzeit wächst im Osten der Jenaer Innenstadt ein völlig neues Stadtviertel. Während in den großen Gebäuden des Campus Inselplatz bereits die ersten Büros bezogen sind, haben die Bauarbeiten auf der gegenüberliegenden Seite des Löbdergrabens gerade erst begonnen. In einer noch unscheinbaren Lücke neben dem Universitätshauptgebäude entsteht bis 2028 ein Ort, der sich zu einem pulsierenden Knotenpunkt zwischen Stadt und Universität entwickeln soll – das FORUM.

Die Anforderungen an das neue Kommunikationszentrum, dessen Errichtung die Carl-Zeiss-Stiftung mit 20 Millionen Euro finanziert, sind groß. »Zum einen können hier Forschende außerhalb ihrer eigentlichen Arbeitsumgebung zusammenkommen, sich disziplinübergreifend austauschen und in inspirierender Umgebung Ideen entwickeln«, sagt Dr. Dana Strauß, die als Leiterin der Stabsstelle Netzwerk und Kooperationsmanagement die Planungen für das FORUM begleitet.

»Zum anderen etablieren wir einen neuen Treffpunkt zwischen Stadt und Universität, der Raum für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft bietet. Derzeit entwickeln wir bereits Programme und erproben Veranstaltungsformate, mit denen wir wissenschaftliche Inhalte stärker in die Öffentlichkeit tragen und gleichzeitig Impulse für die Forschung von den Bürgerinnen und Bürgern aufnehmen können.« Das 2025 ins Leben gerufene MitmachFORUM zeige sehr gut, wie dieser Brückenschlag zwischen Universität und Stadtgesellschaft gelingt.

Im FORUM finden Geschichte, Gegenwart und Zukunft zusammen

Flexibel, offen und lebendig zeigt sich auch die bauliche Gestaltung des FORUMs. Die Glasfassade verbindet Innen und Außen miteinander, die in den Farben der Fakultäten gehaltene Lamellenstruktur Richtung Inselplatz repräsentiert die Vielfalt der Universität. Der Innenraum mit insgesamt 1.500 Quadratmetern Fläche ist geprägt von großzügigen Gemeinschaftsbereichen: Im Erdgeschoss besuchen Gäste in der Welcome Area und ihrer großen Sitztreppe Veranstaltungen, Ausstellungen oder das integrierte Restaurant. In der Science Lounge im Stockwerk darüber befinden sich Co-Working-Spaces für Forschende, die dank flexibler Möblierung und hybrider technischer Ausstattung vielseitig genutzt werden können.


Transparent, offen und verbindend. Ein Meilenstein für die Universität.

Dana Strauß

Auch im oberen Konferenzbereich lassen sich die Räume je nach Gruppengröße anpassen und bieten – mit einem Saal im obersten Geschoss und anschließender Dachterrasse – eine zeitgemäße Infrastruktur für Tagungen. In der dritten Etage befinden sich zudem einige Apartments für internationale Gäste.

Teil des neuen Baus wird auch der denkmalgerecht sanierte Griesbachsche Anbau, der Schauplatz der berühmten Antrittsvorlesung Friedrich Schillers am 26. Mai 1789 war. Im neuen FORUM wird der wiederhergestellte Hörsaal im Obergeschoss des Anbaus zu einem Auditorium und lebendigen Erinnerungsort. Es sei bemerkenswert, wie im FORUM Geschichte, Gegenwart und Zukunft zusammenfinden, meint Dana Strauß. »Alles, wofür die Universität Jena steht, kristallisiert sich in diesem Gebäude. Wir wollen Spitzenforschung betreiben, interdisziplinär arbeiten, zur Lösung von Zukunftsfragen beitragen – und das alles transparent, offen und verbindend.« Deshalb freue sie sich auf diesen neuen Meilenstein in der Entwicklung der Universität.

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