Studierende im Griesbachgarten

Where do we belong?

Die Universität baut ein neues CommUNIty-Office auf
Studierende im Griesbachgarten
Foto: Christoph Worsch

Text: Laura Weißert


Die Friedrich-Schiller-Universität vereint fast 4.000 Beschäftigte und knapp 17.000 Studierende. Mehr als 20.000 Menschen mit unterschiedlichen Lebensläufen, Erfahrungen und Perspektiven prägen so die Universitätsgemeinschaft. Diese Gemeinschaft zu stärken, ist das Ziel des neuen CommUNIty-Office, das im Sommer seine Arbeit aufnehmen wird.

Angesiedelt am Vizepräsidium für Universitätsgemeinschaft und Engagement, versteht sich das Büro als zentrales Kompetenzzentrum für das operative Management zur Förderung der Chancengerechtigkeit. Es soll Gleichstellung und Diversität an der Universität sichtbarer machen, Aktivitäten bündeln und ihre Weiterentwicklung unterstützen. »Wir möchten damit eine Servicestruktur schaffen, die es uns zugleich erlaubt, unsere Aktivitäten durch ein zentrales Management zu intensivieren«, sagt Annette Wagner-Baier, Referentin für Gleichstellung und Diversität im Vizepräsidium.

Eine Anlaufstelle für alle Universitätsangehörigen

In erster Linie soll das Büro eine zentrale Anlaufstelle sein – für Universitätsangehörige, die Beratung suchen und an die zuständigen Stellen weitervermittelt werden, ebenso wie für Beratende und Führungskräfte. Gerade in Fragen von Diversität, Gleichstellung oder im Umgang mit Diskriminierungsfällen sei Beratung oft komplex und fordernd, so Wagner-Baier. Hier will das neue Büro mit Trainings, Supervision, Austausch und Unterstützung in komplexen Fällen entlasten. Auch für Führungskräfte und Teams sollen Angebote entstehen, die themenbezogene Kompetenzen stärken.


Unsere Gemeinschaft lebt von Fairness, Beteiligung und respektvollem Miteinander.

Annette Wagner-Baier

Zugleich soll das CommUNIty-Office als Schnittstelle für all jene fungieren, die an Fakultäten und Einrichtungen bereits Maßnahmen und Veranstaltungen zu Gleichstellung und Diversität anbieten. „Es gibt zum Beispiel sehr gute Formate in einzelnen Bereichen, die auf die dort spezifischen Zielgruppen und Anforderungen zugeschnitten sind“, erklärt Wagner-Baier. Diese sollten weiter bestehen, „aber wenn es ein gutes Format gibt, das auf andere Bereiche übertragbar ist, kann man das als Modell nutzen. Dabei kann das CommUNIty-Office helfen, indem es Kontakte vermittelt und bei der Koordination und Entwicklung von Angeboten unterstützt.“

Mehr Beteiligung für mehr Zufriendenheit

Darüber hinaus wird das CommUNIty-Office eigene bereichsübergreifende Maßnahmen und Veranstaltungen umsetzen, die Gleichstellung, Diversität, Inklusion, Diskriminierungsfreiheit und Zugehörigkeit an der Universität stärken. Dabei sollen auch Gruppen stärker in den Blick rücken, die bislang weniger angesprochen wurden, etwa Ältere oder First-Generation-Studierende. Geplant sind zudem weitere Netzwerke, Austausch- und Beteiligungsforen – etwa zu gemeinsamen Interessen oder Herausforderungen in Studium, Beruf und Forschung.

All diese Aktivitäten zielen auf ein stärkeres Gefühl der Zugehörigkeit ab – auf das, was heute oft mit dem Begriff Belonging beschrieben wird. Damit sich die Studierenden und Beschäftigten mit ihrer Universität verbunden fühlen, braucht es Unterstützung und Beteiligungsmöglichkeiten – genau das bietet das CommUNIty-Office. Denn ein starkes Gemeinschaftsgefühl, so Wagner-Baier, sorgt nicht nur für Zufriedenheit, sondern auch für mehr Wohlbefinden und weniger Stress.

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